10 Fragen an Iris Limbarth von Julia Anderton

Heute gibt es mal ein Kurzinterview mit unserer Regisseurin, Iris Limbarth.

Wiesbadener Kurier – 23.06.2015

Die zehn Fragen: Musical-Regisseurin Iris Limbarth über geniale Komponisten, lustige Hunde und Nougat-Pralinen

irislimbarthWIESBADEN – In unserer Rubrik stellen wir Menschen in unserer Region die immer identischen „zehn Fragen“ – und erleben, wie unterschiedlich, nachdenklich, aber auch heiter sie darauf antworten. Heute: Iris Limbarth, freiberufliche Regisseurin, Choreografin und Leiterin des Jungen Staatsmusicals am Hessischen Staatstheater.

Frau Limbarth, mit wem würden Sie sich gern mal vernetzen?

Stephen Sondheim (genialer Musical-Komponist), Sam Mendes (toller Regisseur) und Edward Snowdon (ein mutiger Mensch).

Warum machen Sie, was Sie machen?

Schon von klein auf war ich begeistert vom Theater. Nachdem ich damals mit meinen Eltern im Weihnachtsmärchen „Die Klettermaus“ war, stand die Sache für mich fest: Ich wollte das unbedingt machen, habe zunächst als Tänzerin gearbeitet, dann habe ich gespielt, choreografiert, und jetzt inszeniere ich hauptsächlich Musicals. Und ich versuche, mit meiner Begeisterung junge Menschen anzustecken und ihnen Starthilfe zu geben.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich bin darauf stolz, dass ich meinen Traum, Theatermacher zu werden, wahr machen konnte, aus eigener Kraft, ohne Vitamin B. Und ich bin stolz auf mein Junges Staatsmusical am Hessischen Staatstheater. Wir behaupten uns seit mittlerweile 28 Jahren, fast 15 Jahren davon leite ich die Truppe schon. Das Junge Staatsmusical hat sich zu einer wahren Talentschmiede mit überregionalem Ruf entwickelt. Wir sind mit unserer Produktion „Superhero“ sogar im Rennen um den Deutschen Musicalpreis.

Welchen Satz sagen Sie zu oft?

„Das mache ich, wenn ich mal wieder Zeit habe.“

Was sagen Ihnen die Leute nach?

Das müssten natürlich andere sagen, ich hoffe nur Gutes. Man kann sich auf jeden Fall auf mich verlassen. Eine gute Eigenschaft von mir ist, dass ich nicht nachtragend bin und die Dinge immer sofort zu klären versuche. Eine Schwäche von mir ist, nicht Nein-Sagen zu können und niemanden enttäuschen zu wollen.

Worüber können Sie lachen?

Gut gemachte Komödien wie „Der Nackte Wahnsinn“ und lustige Hunde.

Wobei werden Sie schwach?

Bei Nougat-Pralinen und Täschchen.

Wann war das letzte Mal, dass Sie etwas gelernt haben?

Ich lerne jeden Tag etwas. Man muss neugierig bleiben und wach. Bei jeder Beschäftigung mit einem neuen Theaterprojekt lerne ich dazu. Aktuell habe ich aber gerade von meinen zwölfjährigen Emil-Darstellern gelernt, was ich noch alles mit meinem iPhone machen kann.

Worauf freuen Sie sich besonders in der nächsten Zeit?

Auf meine nächste Premiere, das Singspiel „Im weißen Rössl” am 4. Juli auf der Freilichtbühne in Meppen. Und auf die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals „Zwei hoffnungslos verdorbene Schurken” am 12. September mit dem Jungen Staatsmusical in Wiesbaden. Und natürlich auf meinen Sommerurlaub, wahrscheinlich in Italien, mit meinem Mann – und unsere nächste New York-Reise im Oktober, wo wir wieder in acht Tagen mindestens zehn neue Theaterstücke anschauen werden. Ach, herrlich!

Drei Dinge, die man in der Region getan und erlebt haben muss:

An erster Stelle steht natürlich das Theater, eines der schönsten in Deutschland, und es bietet eine so große Vielfalt. Auf jeden Fall sollte man eine Vorstellung des Jungen Staatsmusicals anschauen, die jungen Menschen spielen begeistert um ihr Leben. Man sollte sich mit offenen Augen unsere schöne Stadt anschauen und in den Parks (Kurpark, Schlosspark, Neroberg) spazieren gehen. Und einen Ausflug am Rhein entlang machen und die tolle Gastronomie im Rheingau genießen.

Die Fragen stellte Julia Anderton.

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