Die Geschichte

FÜNFUNDZWANZIG JAHRE JUGENDCLUB

Artikel aus dem Jahr 2012

1987 gab es einen Haufen junger, begabter Leute, sie alle hatten Schultheater gespielt oder anderweitig erste Theater-erfahrungen gesammelt und hungerten nach mehr. Sie suchten neue Herausforderungen im Theater, Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. Diesen Leuten wollte man eine Plattform geben und so gründeten der damalige Intendant Claus Leininger und sein Chefdramaturg Dr. Michael W. Schlicht den Jugendclub. Man entschied sich für das Genre Musical, da so Talente aus unterschiedlichen Richtungen die Möglichkeit haben sich einzubringen. Dieses System hat sich bewährt und wurde auch unter den Intendanten Achim Thorwald und Dr. Manfred Beilharz weitergeführt.

Die ersten Produktionen entstanden unter der Leitung des Schauspielers Frank Schuster. 1990 übernahm Reinhardt Friese die Regie für fast 10 Jahre. Iris Limbarth, die wie Reinhardt Friese zunächst mitgespielt hatte und seit 1994 für die Choreografie verantwortlich zeichnete, übernahm dann 2000 die komplette Leitung des Jugendclubs.

In 33 Produktionen, in mehr als 1.000 meist ausverkauften Vorstellungen haben mehr als 200 junge Leute mitgewirkt und mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Begeisterung, ihrem Engagement und ihrer Lust am Entdecken und Ausprobieren, den Jugendclub geprägt und zu dem gemacht, was er heute ist.

Enthusiastische, junge Menschen singen, spielen und tanzen um ihr Leben und lassen den Funken der Begeisterung auf das Publikum überspringen. Sie haben sich den Spaß am Spiel bewahrt und laden alle ein, daran teilzuhaben.

Für Viele war und ist der Jugendclub der Einstieg in die Welt des Theaters. Hier wurden sie vom Theatervirus befallen, fanden ihren Weg an die Schauspiel- und Musicalschulen oder direkt in den Beruf und arbeiten heute als Schauspieler, Sänger, Tänzer, Musicaldarsteller, Regisseure, Bühnenbildner, Kostümbildner, Filmschaffende, Beleuchtungsmeister und, und, und… oder sie wurden begeisterte Theatergänger.


DANKE

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen im Haus bedanken, die den Jugendclub immer unterstützt und möglich gemacht haben und bedanken uns auch für die Geduld, denn mehr als 30 Jugendliche auf einen Haufen sind nicht immer einfach.

Ein besonderer Dank geht auch an die Freunde des Hessischen Staatstheaters, die uns über all die Jahre die Treue hielten und uns nach besten Kräften unterstützen.

Danke auch an die Medien, die uns über die Jahre nicht unbeachtet ließen, unseren Werdegang begleiteten und uns auch kontrovers rezensierten.

Last but not least möchten wir uns bei Ihnen, unserem Publikum bedanken. Sie sind diesen Weg mit uns gegangen, haben uns die Treue gehalten, auch bei schwierigen oder unbekannten Stücken.

So bleibt uns für den Moment nur zu hoffen, dass wir Sie auch in diesem Jahr mit unserer Begeisterung für diese Produktion und das Theater anstecken können und legen Ihnen den Jugendclub auch weiterhin ans Herz.

Viel Spaß und hoffentlich auf die nächsten 25 Jahre.


DER JUGENDCLUB ALS SPRUNGBRETT IN DIE THEATERWELT?!

Die Aufnahme in das Jugendclubtheater heißt nicht automatisch, dass man es schafft, Schauspieler oder Musicaldarsteller zu werden, aber man kann sich ausprobieren, seine Talente weiterentwickeln und herausfinden, ob einem dieser Beruf wirklich Spaß macht. Denn vor dem Erfolg steht erst mal sehr, sehr viel Arbeit (Schauspiel, ist der schwerste Beruf auf dieser Welt – Hard Work!), aber es kann sich lohnen.

In den letzten Jahren wurden einige unserer Mitglieder an renommierten Schauspiel- und Musicalschulen aufgenommen:

Jasna Bauer, Thaddäus Meilinger: Ernst Busch, Berlin
Jaqueline Reinhold, Fabian Gallmeister, Jan-Phillipp Rekeszus, Marc Schöttner: UdK, Berlin (Musical)
Karen Müller: Folkwang, Essen (Musical)
Joshua Hien: IfM, Hochschule Osnabrück (Musical)
Eva Pichler, Britta Hammelstein: Otto Falckenberg, München
Natalie Schott: August Everding, München (Schauspiel)
Manuel Dengler, Julia Klemm, Nico Schweers, Charlotte Thompson: August Everding, München (Musical)
Georgia J. Brown, Benjamin Rufin: Stage School, Hamburg (Musical)
Christian Rathgeber: Musikhochschule Mainz (dipl. Gesang)
Trystan Pütter: Max Reinhardt Seminar, Wien
Matthias Weißschuh: Konservatorium Wien (Musical)
Benjamin Muth, Thomas Zimmer: Konservatorium Wien (Schauspiel)
Cindy Walther: Musicalschule Graz

Darüber hinaus gibt es etliche ehemalige Mitglieder, die ihr Hobby bereits zum Beruf gemacht haben:

Manolo Bertling (Schauspieler), Victoria Biehal (Sängerin), Tobias Bode (Schauspieler), Björn Breckheimer (Musicaldarsteller), Percy Brauch (Schauspieler), Florian Claus (Musicaldarsteller und Sänger bei Voxxclub), Sonja Dengler (Musicaldarstellerin/Schauspielerin), Reinhard Friese (Regisseur/Intendant), Barbara Hanys (Schauspielerin), Steffen Hilbricht (Beleuchtung), Olaf Kell (Filmregisseur), Marian Kindermann (Schauspieler), Stefanie Köhm (Musicaldarstellerin), Jens Kraßnig (Schauspieler), Myriam Lifka (Choreografin), Iris Limbarth (Regisseurin/Choreografin), Pasquale Lino (Schauspieler), Antje Mairich (Schauspielerin), Silvia Willecke (Sängerin, Vocalcoach, Schauspielerin), Katharina Miegel (Schauspielerin), Biggi Müller (Schauspielerin), Jörg Neubauer (Musicaldarsteller), Jule Pater (Schauspielerin), Irina Ries (Schauspielerin), Felicitas Ritter (Tänzerin), Sabine Ruflair (Musicaldarstellerin), Ursula Ruppert (Sängerin), Marek Sarnowski (Schauspieler), Patrick Schmitz (Schauspieler), Marcella Testart (Tänzerin), Verena Thumser (Musicaldarstellerin), Björn Breckheimer (Musicaldarsteller), Nina Vlaovic (Musicaldarstellerin), Jessica Wall (Musicaldarstellerin), Peter Weiß (Schauspieler), Milian Zerzawy (Schauspieler).

Also, wenn das nicht Mut macht für das nächste Casting. Neue, junge (unentdeckte) Talente sind immer herzlich eingeladen! Für die jeweils neue Produktion werden begabte junge Leute zwischen 15 und 30 Jahren für verschiedene Rollen und Ensemble gesucht.


DIE GESCHICHTE

Fünfundzwanzig Jahre Jugendclub, das bedeutet:

33 Produktionen im Kleinen Haus und in der Wartburg
über 200 Mitglieder, von denen über 20 ihr Hobby zum Beruf gemacht haben
geschätzt über 1.000 offizielle Vorstellungen, darüber hinaus Auftritte auf Stadtfesten, beim Theaterfest, und und und
geschätzt über 500.000 Zuschauer

Wir haben den Artikel über die bevorstehende Gründung des JCT aus unserem Archiv gegraben und möchten ihn euch nicht vorenthalten:

gruendungsartikel

Außerdem haben wir die Kritik des ersten JCT-Stücks („Was heisst’n hier Liebe?“) noch einmal ausgegraben, leider in etwas schlechterer Qualität:

washeisstnhierliebe